textbeet

Kompost für den Alltag


Die Hoffnung …

mittelhochdeutsch hoffen, niederl. hopen, engl. to hope, vielleicht verwandt mit hüpfen und dann ursprünglich wohl (vor Erwartung) aufgeregt umherhüpfen.
Quelle: Duden

Still aus dem Video ZAZ, »Je veux« von 2018

Vielleicht sollten wir häufiger von unseren Sesseln, Sofas und Bürostühlen aufstehen, Musik anmachen (zum Beispiel Je Veux von ZAZ) und rumhüpfen. Nur eine Idee.

Blick aus unserem Küchenfenster im August 2020

»Die Hoffnung kann lesen« ist ein wunderbarer Text von Fulbert Steffensky (*1933) überschrieben, im Anderen Advent von 2018. Ein Zitat:

»Die Hoffnung … vermutet in den kleinen Vorzeichen das ganze Gelingen. Sie stellt nicht nur fest, was ist. Sie ist eine wundervolle untreue Buchhalterin, die die Bilanzen des Lebens fälscht und einen guten Ausgang des Lebens behauptet, wo dieser noch nicht abzusehen ist …«

Fulbert Steffensky, in: Der Andere Advent 2018

Foto: Julia Volk

Hoffnung strahlt auch das Inaugural Poem The Hill We Climb von Amanda Gorman (*1998) aus. Amanda Gordams grandiosen Auftritt am 20.1.2021 bei der Amtseinführung von Joe Biden kann man sich (zum Beispiel) über den Guardian-News-Kanal bei youtube (immer wieder) ansehen [5:42].

Amanda Gorman gibt am 27.1.21 Antworten, die das Internet wissen muss.

Wer mehr über Amanda Gorman erfahren möchte, kann (zum Beispiel) das Video anschauen, in dem sie alle Fragen beantwortet, die »The Internet Needs to Know« [5:22] oder auch ihre Website besuchen.
Was mir gleich aufgefallen ist: Die junge Dichterin hat ihre Bücher im Regal so wie ich nach Farben sortiert!

in Vorbereitung: eine Kinder-Hymne

Ihr erstes Bilderbuch »Change Sings. A Children’s Anthem« soll im September 2021 erscheinen. Wegen des schönen Covers erwähne ich es schon mal.
»The Hill We Climb« erscheint auf Deutsch am 17.3.2021 bei Hoffmann und Campe.

Foto: freestocks.org

Auf mehr Insekten hofft die Journalistin Christiane Habermalz (*1968). Wir könnten die Winterpause zum Lesen nutzen, damit wir im Frühling wissen, was wir beitragen können.

Christiane Habermalz, Anstiftung zum gärtnerischen Ungehorsam
288 Seiten, erschienen am 22.4.2020
Diese Bekenntnisse einer Guerillagärtnerin hat Inka Hagen so hübsch illustriert, dass ich mich schon auf den Sommer freue. Na sowieso.

Im Hintergrund höre ich grad übrigens Life Goes On, das vor einem Jahr erschienene Album von Carla Bley (*1936), das ich nicht nur wegen des zuversichtlichen Titels großartig finde. 1988 habe ich Carla Bley und Steve Swallow in St. Johannis Harvestehude erlebt – was für ein tolles Konzert!
Bestellen kann man Life Goes On z. B. bei jpc. Auch dieser Hinweis ist wie alle anderen Hinweise uneigennützig.

Carla Bley hat ihr eigenes Label WATT bei ECM-Records

Immer wenn ich einen Hoffnungsvorrat angesammelt habe, verkrafte ich einen von Sascha Lobos Realitätsschocks, gelesen von ihm selbst. Sascha Lobo (* 1975), lebt als Publizist in Berlin und im Internet, so steht es jedenfalls auf der Verlagsseite.
Sascha Lobo, Realitätsschock. Zehn Lehren aus der Gegenwart
400 Seiten, erschienen am 12.9.2019

https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Realitaetsschock/Sascha-Lobo/Random-House-Audio/e566735.rhd

Zur Erholung nach einem Schock kann ich diesen veganen Kuchen empfehlen, den ich heute zum ersten Mal gebacken habe.

Veganer-Schoko-Streusel-Kuchen

  • 200 g Alsan-Bio-Margarine
    200 g Rohrzucker
    1 Pck. Vanillezucker
    350 g Mehl
    40 g Kakao
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Johannisbeeren (tiefgefroren)
  • 400 g vegane Joghurt-Alternative
    100 g Rohrzucker
    1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • Die ersten fünf Zutaten zu einem streuseligen Teig kneten. Mit gut der Hälfte davon eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform auskleiden und anschließend den Boden mit den Mandeln bestreuen. Die Beeren darauf verteilen.
  • Die weiteren drei Zutaten verrühren und auf die Beeren geben, mit dem restlichen Teig bestreuseln.
    Im (nicht vorgeheizten) Backofen auf der 2. Schiebeleiste von unten bei 160 °C (Umluft) 45 bis 55 Minuten backen.
    (c) Maren


Kostenloses Reisen

Allen, die vom Fest noch einen Büchergutschein liegen haben oder auch auf Geschenkesuche sind, möchte ich diese drei Bücher empfehlen. Das erste für jedes Lesealter (ab 3), das zweite für Jugendliche (und an Jugendlichen interessierte Erwachsene) und das dritte für alle, die sich mit einer klugen Autorin Gedanken machen möchten über die Kunst, großzügig zu sein.

Marc-Uwe Kling, Das NEINhorn,
illustriert von Astrid Henn
48 Seiten, Carlsen, erschienen am 5.10.2019
Das kleine widerständige NEINhorn zieht in die Welt und schließt interessante Freundschaften. Mit der KönigsDOCHter zum Beispiel. So gekonnt, so witzig!

Elisabeth Steinkellner, Papierklavier,
illustriert von Anna Gusella
140 Seiten, Beltz und Gelberg, erschienen am 19.8.2020
DIE ZEIT und Radio Bremen vergeben seit Jahrzehnten den LUCHS für ausgezeichnete Kinder- und Jugendbücher. Papierklavier hat den LUCHS im November 2020 erhalten und ich bin auch ganz begeistert. Hier meine Lieblingsillustration:

Illustration von Anna Gusella aus Papierklavier
Vorsatzpapier. Illustration Leanne Shapton

Susanne Kippenberger
Die Kunst der Großzügigkeit. Geschichten einer leidenschaftlichen Schenkerin
258 Seiten, Hanser, erschienen am 19.10.2020
Susanne Kippenberger teilt mit uns ganz persönliche Erlebnisse und Einsichten rund ums Schenken, um Traditionen, ihre Brüche und immer die Lust an den Gaben, die ansteckend wirkt.

Vorsatzpapier. Illustration Leanne Shapton

There is no frigate like a book
To take us lands away,
Nor any coursers like a page
Of prancing poetry.

This traverse may the poorest take
Without oppress of toll;
How frugal is the chariot
That bears a human soul!

Emily Dickinson (1830–1886)

Vorsatzpapier. Illustration Leanne Shapton

Kein Schiff trägt uns gleich einem Buch
Ins Land der Fantasie.
Kein Pferd springt leichter als Papier
mit zarter Poesie.

Die kostenlose Reise bleibt
selbst Ärmsten nicht verwehrt.
Wie einfach doch der Wagen ist,
in dem die Seele fährt.

Übersetzer*in unbekannt


Es gibt so viele Ungewissheiten in diesen Corona-Zeiten. Doch ganz sicher ist, dass sich Menschen besonders häufig in Innenräumen mit Sars-CoV-2 anstecken, über die Aerosole in der Luft.
DIE ZEIT hat wissenschaftliche Erkenntnisse in diese Animation umsetzen lassen, mit der man sich spielerisch Ansteckungswahrscheinlichkeiten ausrechnen lassen kann.

Ein gesundes Jahr 2021 Euch und Ihnen allen!



Revolution

»Immer nur diese Erzählung von Verzicht, von Verboten, von Veränderungen, die wehtun. Nee! Wieso reden wir nicht über all die Dinge, die wieder wachsen können, wenn wir aufhören, unseren Planeten zu zerstören?« [in DIE ZEIT]
Maja Göpel, seit dieser Woche Wissenschaftliche Direktorin des NEW INSTITUTE Hamburg – Herzlichen Glückwunsch!

Fridays for Future hatte eine Machbarkeitsstudie beauftragt beim renommierten Wuppertal-Institut. Das Einhalten der 1,5-°C-Grenzmarke sei nur dann möglich, wenn Deutschland bis etwa 2035 CO2-neutral wird […] Das Erreichen von CO2-Neutralität wäre »bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar extrem anspruchsvoll […], grundsätzlich aber möglich«, so die Studie vom Oktober 2020.

Schon 1968 sangen die Beatles von der Revolution.
»We all want to change the world.« Oder etwa nicht?
Beatles, Revolution bei youtube [mit Text]

     

In der letzten Woche habe ich Eva von Redecker (*1982) für mich entdeckt. Ihr Buch Revolution für das Leben ist im September erschienen, wurde schon viel beachtet und steht auf meinem Wunschzettel. Eva von Redecker ist Philosophin, Autorin und freie Publizistin, die zu Kritischer Theorie und feministischer Philosophie forscht.
Das Jung&Naiv-Gespräch Folge 479 Philosophin Eva von Redecker über Revolution kann ich nur empfehlen. Sie erklärt klug und lebhaft, was Kritische Theorie bedeutet, wie Hannah Arendt und Judith Butler ihr Denken beeinflusst haben und was eine „Revolution für das Leben“ bedeuten kann.

Eva von Redecker, Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen
320 Seiten
S. Fischer Verlag, erschienen am 23.9.2020

Auch in Rutger Bregmann (*1988) steckt ein Revolutionär, würde ich sagen. Ihn habe ich eher zufällig vor einiger Zeit in einem TED-Vortrag zum Thema Sinnvolle Arbeit [bei youtube] erlebt. Eine seiner Thesen: »Poverty isn’t a lack of character; it’s a lack of cash.«

Quelle: youtube, TED-Vortrag min 12:31

Zur Zeit höre ich sein Buch Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit, das im März 2020 bei Rowohlt erschienen und natürlich auch auf englisch und holländisch erhältlich ist.

       

Corona nicht zu vergessen:
Prof. Dr. Christian Drosten klärte letzte Woche in Meppen in einem sehenswerten Vortrag über die Corona-Pandemie und den Stand der Dinge auf: Corona-Pandemie – eine Herausforderung für Wissenschaft und Politik [bei youtube, ab min 6:53]

»Was wir heute tun, entscheidet darüber,
wie die Welt morgen aussieht.«
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916)


Harmoniebedürftig?

„The disease to please“, nennt es Oprah Winfrey, die US-amerikanische Talkshow-Moderatorin. Manche Wendungen klingen im Englischen einfach cooler. Das Leiden, allen gefallen zu wollen?

Streitbare Frauen werden gern mal als hysterisch, nervig und jedenfalls streitsüchtig bezeichnet. Zänkisch und „Drachen“ kenne ich von früher und sehe eine Frau mit Besen vor mir, warum auch immer. Jedenfalls kehrt sie nicht alles Unangenehme unter den Teppich, sondern trägt ihre Konflikte offen aus, wenn auch undiplomatisch.

Jenseits von richtig und falsch
liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.
Rūmī (1207–1273)

Was für eine wunderbare Einladung in diesen konfliktreichen Zeiten, wo so viele die „Wahrheit“ für sich gepachtet haben.


Letzte Woche fand in Berlin – von den Medien weitgehend ignoriert – der Rebellion-Wave von XR statt. XR = Extinction Rebellion ≈ Aufstand gegen das Aussterben. Gleich Montag gab es einen „Trauerzug der toten Bäume“, vorbei an den Ministerien für Landwirtschaft, Verkehr und Wirtschaft. Friedlich, kreativ, widerständig.

„Stirbt der Wald, stirbt der Mensch! Die zusätzliche Belastung durch Extremwetter der Klimakrise sieht man bereits im ganzen Land. Wir fordern: Wald statt Asphalt!“ XR Deutschland

Übrigens können wir XR auch mit dieser Payback-Karte unterstützen:

Schon seit einem Jahr gibt es Baumbesetzungen und andere Proteste des gewaltfreien Widerstands in Nordhessen, um den Dannenröder Forst, auch Danni genannt, vor dem Weiterbau der A 49 von Gießen nach Kassel zu retten. www.danni-bleibt.de
Für den Ausbau der A 49 sollen bei Stadtallendorf etwa 85 Hektar Wald weichen – eine Schneise, die insgesamt fast 120 Fußballfeldern entspricht. Der Beschluss für diesen Autobahnabschnitt stammt übrigens aus den 1970er Jahren.

Zum Eilappell von Campact –> Dannenröder Wald: Stoppt die Rodung!

Jenseits von richtig und falsch
liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.
Rūmī (1207–1273)

Total gefreut habe ich mich am 1. Oktober mit Hannah Kiesbye, deren Idee für einen „Schwer in Ordnung“-Ausweis  in den letzten Jahren hohe Wellen geschlagen und u. a. dazu geführt hat, dass die Sozialministerien von wenigstens zehn Bundesländern eine „Schwer in Ordnung“-Hülle anbieten. Angefangen hat alles 2017 mit dieser Geschichte [als PDF bei kidshamburg.de]

Unter dem Motto „Vereint und füreinander da“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 1. Oktober 2020 Hannah und 14 weiteren Bürger*innen einen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Noch bis zum 1.1.2021 in der NDR-Mediathek nachzusehen ist dieser sehr schöne Beitrag „Halstenbekerin Hannah Kiesbye Bundesverdienstkreuz“ [2 min]

Eine ebenfalls couragierte und kreative junge Frau ist die Heldin in Karin Kalisas Roman Radio Activity, den ich grade begeistert als Hörbuch „verschlungen“ habe, da die Autorin das Thema Sexueller Missbrauch und die frühzeitige Verjährung der Tat ganz ungewöhnlich bearbeitet hat.
   

Über die Onleihe unserer Stadtbücherei lese ich grad – übrigens eine Empfehlung der Transformationsforscherin Maja Göpel:
Kübra Gümüşay, Sprache und Sein
Hanser Berlin, erschienen am 27.01.2020
208 Seiten
Die wunderbare Einladung von Rumi stellt Kübra Gümüşay ihrem Buch voran.
Ich bin erst auf Seite 55, finde aber Sprache und Sein schon jetzt eine große Bereicherung.

„Nicht jeder kann in der Sprache, die er spricht, sein. Nicht etwa, weil er die Sprache nicht ausreichend beherrscht, sondern weil die Sprache nicht ausreicht.“
Kübra Gümüşay

Jenseits von richtig und falsch
liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.
Rūmī (1207–1273)

Auf meiner Wunsch-Leseliste steht noch:
Caroline Criado-Perez, Unsichtbare Frauen
Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert
Aus dem Englischen von Stephanie Singh
btb, erschienen am 10.02.2020
496 Seiten

Caroline Criado-Perez habe ich über diesen empfehlenswerten Beitrag in ttt – titel, thesen, temperamente kennengelernt:
„Unsichtbare Frauen“: Der Mann als Maß aller Dinge | [Video verfügbar bis 16.02.2021]

Quelle: NDR

Am Parliament Square in London hat Criado-Perez eine erste Frau sichtbar gemacht, zwischen all den Statuen berühmter Männer: die britische Frauenrechtlerin Millicent Garrett Fawcett (1847–1929).

 

 


Neue Narrative

Vor gut einem Jahr wurde auf Island der Gletscher Okjökull mit einer Zeremonie für „tot“ erklärt. Dieser Tagesspiegel-Artikel vom 19.8.2019 erklärt sehr gut, was es mit der weltweit grassierenden Gletscherschmelze auf sich hat: Okjökull wegen der Erderwärmung geschmolzen

Quelle: Der Tagesspiegel

Quelle: Der Tagesspiegel

Andri Snær Magnason (* 1973 in Reykjavík) hat ein faszinierendes Buch geschrieben über die Geschichte der Gletscher, seine eigene Familiengeschichte, eine Reise nach Indien und die Gefahren in der Klimakrise weltweit. Magnason erfindet eine neue Sprache, neue Narrative, damit wir besser begreifen, was wir alles mit unserem andauernden Verhalten aufs Spiel setzen.
Wasser und Zeit – Eine Geschichte unserer Zukunft
Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Insel Verlag, 18.5.2020

»Als Guðrún und Valur, die Geschwister meiner Großmutter, geboren wurden, rief man einen Pfarrer anstatt eines Arztes und sie starben. Jetzt wo die Erde in Gefahr ist, soll man da einen Ökonomen oder einen Ökologen rufen?«
Aus: Magnason, Wasser und Zeit, S. 242

Im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin ist Andri Snær Magnason eingeladen ins FUTURIUM zum Gespräch mit Maja Göpel, Christiane Grefe und Claudia Kemfert. Ich freu mich, am 11.9. dabei zu sein. Damit alle auch von zu Hause aus dabei sein können, wird »Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Bioökonomie« live im Internet übertragen.
Zum Livestream am 11.9.2020 ab 18 Uhr auf youtube

Höchstwahrscheinlich würde sich Andri Snær Magnason auch ausgezeichnet mit der indischen Aktivistin Dr. Vandana Shiva (* 1952) verstehen. Ihr Buch Eine andere Welt ist möglich. Aufforderung zum zivilen Ungehorsam, entstanden aus Gesprächen mit dem französischen Journalisten Lionel Astruc, ist vor einem Jahr erschienen.

Vandana Shiva erzählt über ihr Leben, ihre Motivation, ihre Kämpfe gegen Monsanto, Nestlé und Co. und von ihrer  Vision für eine bessere Zukunft. Zur Leseprobe (PDF) auf der Seite des Oekom Verlags.

Als Einstimmung bietet sich dieses Interview mit Vandana Shiva (spricht sich übrigens mit kurzem i) auf utopia.de an.
»Wie ich mit dem Druck umgehe: Indem ich von der Natur und der ökologischen Landwirtschaft lerne. Es gibt ein inneres System: Ein Samenkorn – es ist winzig – wird eingepflanzt und zum Baum. Oder zu einer Haferpflanze oder zu Gerste. Das Korn weiß im Inneren, dass es eine Gerste ist, niemand muss ihm das sagen. Wenn wir unser Selbstbewusstsein aufrechterhalten, unsere innere Orientierung und unser Gewissen, dann kann uns keine Gewalt von einem äußeren patriarchalen System innerlich etwas anhaben.« Vandana Shiva im utopia-Interview vom Februar 2020.

Quelle: youtube

Quelle: youtube

Im Januar hat Vandana Shiva eine großartige Rede zur Eröffnung der Lessingtage 2020 im Hamburger Thalia-Theater gehalten, die ebenfalls bei youtube nachzuerleben ist [auf Englisch, 40 min].

Gern erinnere ich noch mal an den Globalen Klimastreik von Fridays For Future am Freitag, dem 25.9.2020

Fight Every Crises war das Motto der coronabedingt ersten digitalen Großdemo am 24.4.2020. Alle Krisen, die uns zur Zeit bedrohen, treffen uns je nach Alter, Wohnort, Einkommen etc. sehr unterschiedlich, global als auch hier in Deutschland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Verein Sanktionsfrei haben ein kurzes Quiz zu Hartz 4 ins Netz gestellt, bei dem ich ganz naiv und peinlicherweise nur eine Frage richtig beantwortet habe.

Gemeinsam

Vergesset nicht
Freunde
wir reisen gemeinsam

besteigen Berge
pflücken Himbeeren
lassen uns tragen
von den vier Winden

Vergesset nicht
es ist unsre
gemeinsame Welt
die ungeteilte
ach die geteilte

die uns aufblühen läßt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte Erde
auf der wir
gemeinsam reisen

Aus: Rose Ausländer, Gedichte, S.Fischer

Für alle, die noch nicht genug Podcasts abonniert oder einfach Lust haben, einer begeisterten Musikliebhaberin zuzuhören, hier noch ein Tipp: NDR Kultur – Stereo. In der ersten Folge vom 29.8.2020 hat Carolin Emcke den venezianischen Komponisten Baldassare Galuppi (1706–1785) vorgestellt und eines ihrer Lieblingsstücke von Miles Davis, NDR Kultur – Stereo [19 min]. Galuppis schlicht schöne Sonata in C major bei youtube in voller Länge [15 min], eingespielt 1962(!) von Arturo Benedetti Michelangeli.

Quelle: Der Tagesspiegel

Ganz ignorieren lässt sich die Pandemie auch im Textbeet nicht.
Wie das Coronavirus den Körper befällt zeigt interaktiv und gut verständlich, wie das Virus den Menschen benutzt, um sich zu vermehren. Also weiter Hände waschen, Maske auf, Abstand halten und unbelüftete Räume meiden.


Alles mit allem

• unser Wohlstand mit der Armut in anderen Ländern
• unser Braunkohle-Tageabbau mit den 38 Grad in Sibirien
• Armut mit Bildung
aber auch
• ein Lächeln an der Bushaltestelle mit besserer Laune am Mittag

Alles hängt mit allem zusammen, wusste der Naturforscher Alexander von Humboldt schon vor über 200 Jahren.

Bei uns im Sommer-Garten 1

Bei uns im Sommer-Garten 2

Wir könnten Menschen sein.
Einst waren wir schon Kinder.
Wir sahen Schmetterlinge.
Wir standen unterm silbernen Wasserfall.
Wir sahen alles.
Wir hielten die Muschel ans Ohr.
Wir hörten das Meer.
Wir hatten Zeit.
Max Frisch (1911–1991)

Aus: Max Frisch, Gesammelte Werke, Suhrkamp-Verlag

Womit wir schon wieder bei Fridays for Future wären.
»Fridays for Future: Das sind alle, die für unser Klima auf die Straße gehen.«
Am Freitag, dem 25. September 2020 findet der nächste Globale Klimastreik statt.
Es ist noch Zeit genug, sich für diesen Tag Urlaub zu nehmen. Gestreikt wird auf der ganzen Welt: in Accra (Ghana), Berlin, Caracas (Venezuela), Dhaka (Indien), Freetown (Sierra Leone), Guatemala-Stadt und so weiter.
Quellen: Karte von FFF International
Liste der Hauptstädte der Erde (Wikipedia)

 

Unter dem Hashtag #FACETHECLIMATEEMERGENCY 
haben sich am 16. Juli 2020 tausende Aktivist*innen, unter ihnen Greta Thunberg und Malala Yousafzai in einem offenen Brief an die EU und Staatsoberhäupter weltweit gewandt.

»Wir fordern, dass die Klimakrise wie eine tatsächliche Krise behandelt wird … Die zum Schutz der Menschheit erforderlichen Änderungen mögen sehr unrealistisch erscheinen. Es ist jedoch viel unrealistischer zu glauben, dass unsere Gesellschaft die globale Erwärmung, auf die wir zusteuern, sowie andere katastrophale ökologische Folgen des heutigen Systems überleben kann.«
Der Brief kann von jedem und jeder unterschrieben werden, auf https://climateemergencyeu.org, wir sind da in guter Gesellschaft.

Dr. Friederike Otto (* 1982) ist Klimaforscherin, Physikerin, promovierte Philosophin und leitet seit 2018 das Environmental Change Institute an der Universität Oxford. Ihr Buch Wütendes Wetter (vom April 2019) ist Anfang dieser Woche als Taschenbuch erschienen.

Friederike Otto, Benjamin von Brackel
Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme

Friederike Otto gehört auch zu den Erstunterzeichner*innen der inzwischen mehr als 27.000 Scientists for Future, auf deren Expertise die Jugendlichen von FFF immer wieder verweisen. Auf der Q Berlin 2019 (Berlin’s Social Conference) hielt Otto einen kurzen eindringlichen Vortrag zu den Klimaveränderungen (auf Englisch). Link zum youtube-Video [14 min]

  

Bei ihrem Gespräch mit Tilo Jung – Jung & Naiv: Folge 437  – sagte sie im Herbst 2019: »Das Wetter verändert sich schneller, als wir uns daran anpassen können.« Wir sollten uns also von diesem hierzulande relativ normalen Sommer nicht in Sicherheit wiegen lassen.

Wer findet unsere sechs Frösche?

Familienaufstellung

Und wenn gelegentlich irgendwie alles zu viel wird, zu viele Zusammenhänge, zu viele Dilemmata, zu viele Frösche, dann lege ich Euch diese besondere Version von Simon & Garfunkels Bridge over Troubled Water ans Herz [Gershwin Award, 23.5.2007, youtube 5:17 min], bei der Paul Simon die zweite Strophe singt.
STILL_Garfunkel_SImon_Bridge

Mein Ohrwurm der Woche, nachdem ich die spannende Doku Simon & Garfunkel – Traumwandler des Pop auf Arte gesehen habe. In der Arte-Mediathek noch bis zum 21.10.2020 verfügbar. Denn:

When tears are in your eyes
I will dry them all
I’m on your side
Oh when times get rough

Like a bridge over troubled water
I will lay me down

Da ich weiß, dass sich einige Menschen hier im Textbeet nach Urlaubslektüren umschauen, hier noch drei meiner Lieblingsbücher, die ich noch nicht mehrfach empfohlen habe. Weitere Informationen auf den Verlagsseiten nach Klick auf die Titel.

        

Last but not least – das 2020er Sommer-Rätsel!!
Was ist das wohl für ein grüner Käfer, der vor einigen Wochen bei uns auftauchte?


Lösungsvorschläge bitte bis zum 21.9.2020 an mg@textbeet.de
Unter den Einsendungen verlosen wir:


Chimamanda Ngozi Adichie
Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories
Aus dem Englischen übersetzt von Anette Grube

Viel Glück!


Von Höcksken auf Stöcksken

(c) Meiko Herrmann für ZEIT ONLINE

Carolin Emcke gesucht – Alles gesagt gefunden.

Inzwischen habe ich mit Christoph Amend und Jochen Wegener und ihren überwiegend sehr interessanten Gästen viel Zeit verbracht, beim Johannisbeerenpflücken, -strippen, -einkochen zum Beispiel, mit Kopfhörer.
Nach dem Alles-gesagt-Gespräch vom 3.6.2020 mit Alice Hasters (*1989 in Köln) habe ich mir ihr Buch gekauft (erschienen im September 2019 bei Hanserblau, nicht mehr auf der Spiegel-Bestsellerliste …).

(c) H. Henkensiefken

 

Alice Hasters
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten
208 Seiten. hanserblau 2019

Quasi den Roman zum Sachbuch hat Olivia Wenzel (*1985 in Weimar) geschrieben: 1000 Serpentinen Angst, erschienen im Frühjahr bei S. Fischer, das ich parallel lese und ebenfalls empfehlen möchte.

(c) Juliane Werner

Olivia Wenzel
1000 Serpentinen Angst
352 Seiten. S. Fischer 2020

In diesem Zusammenhang fällt mir noch die Eröffnungsrede von Sharon Dodua Otoo (*1972 in London) zum diesjährigen Bachmannpreis-Bewerb ein, die ich großartig fand, nachzusehen beim ORF: Sharon Dodua Otoo, Dürfen Schwarze Blumen Malen?
   

Diese »Klagenfurter Rede zur Literatur 2020« ist als Buch mit Illustrationen von der Autorin im Johannes Heyn erschienen.
Sharon Dodua Otoo
Dürfen Schwarze Blumen Malen?
Ebenfalls auf den schön übersichtlichen Bachmannpreis-Seiten des ORF lässt sich im Archiv noch Sharon Dodua Otoos Lesung von 2016 nachsehen. Für Herr Gröttrup setzt sich hin hatte sie vor vier Jahren den Bachmannpreis erhalten. Link zum Video.

Auch dieser ausgezeichnete Text Herr Gröttrup setzt sich hin ist (zweifach übersetzt) in Buchform erschienen, und zwar bei STILL

Über die Mail einer Freundin bin ich auf den Film HUMAN aufmerksam geworden, der in ganzer Länge ausdrücklich frei verfügbar ist, hier bei youtube: HUMAN Extended version VOL.1 (2015)

Yann Arthus-Bertrand (*1946 in Paris) ist Fotograf, Journalist, Reporter und Umweltschützer. Seine spektakulären Luftbildaufnahmen haben ihn international bekannt gemacht. Für HUMAN haben Arthus-Bertrand und sein Team Interviews mit über 2000 Menschen in mehr als 60 Ländern der Erde geführt – sehr bewegend.
   
Sein jüngstes Filmprojekt hat er gemeinsam mit der Dokumentarfilmerin Anastasia Mikova (*1982 in Kiew) realisiert: WOMAN  [offizielle Website]. Link zum deutsch untertitelten Trailer bei youtube

In unsere Kinos kommt WOMAN am 12.11.2020.
Das Buch zum Film ist bereits im Februar bei Knesebeck erschienen:

Fondation Goodplanet, Anastasia Mikova
Woman. Was wir erleben, träumen, hoffen
224 Seiten mit 300 farbigen Abbildungen
Übersetzt von Kristin Lohmann und Jutta Schiborr

Schließen möchte ich dieses sommerliche Textbeet mit dem Hinweis auf einen tragikkomischen Poetry-Slam-Beitrag von Svenja Gräfen (*1990 in Daun): FEMINISMUS . Schon drei Jahre her, sollte man nicht meinen. »Girls just want to have FUN(-damental rights)« – eine Geschichte über Gleichberechtigung, gegen Frauenfeindlichkeit und Sexismus.

Tor am Ellernholt in diesem Sommer


Lauter Kluge

Maja Göpel, Unsere Welt neu denken. Eine Einladung
Ullstein, Februar 2020

Die Transformationsforscherin Dr. Maja Göpel (*1976) berät als Generalsekretärin des WBGU auch unsere Bundesregierung und sie schreibt, wie sie spricht – klug und verständlich. »Unsere Welt neu denken« habe ich fast durchgelesen und werde mich demnächst mit ihren Linkempfehlungen beschäftigen.
Im Gespräch mit Tilo Jung bei Jung & Live vom 16.4.2020 (bei youtube, 90 min) empfiehlt Maja Göpel, Mariana Mazzucato zu lesen.

Mariana Mazzucato, Wie kommt der Wert in die Welt? Von Schöpfern und Abschöpfern
Campus, März 2019
Mariana Mazzucato (*1968) ist Professorin für Innovationsökonomie und Public Value am University College London und berät Politiker*innen in aller Welt zu Fragen eines smarten und nachhaltigen Wachstums.

Auf einem Panel des Schweizer Fernsehens am 23.1.2019 in Davos sitzt außer Mariana Mazzukato auch die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern.
Jacinda Ardern (*1980) hat als Premierministerin (seit 2017) einen Haushalt für »Wellbeing« geschaffen. Zitat: »Als Minister wollen Sie Geld ausgeben. Mir muss man beweisen, dass man das Wohlbefinden aller Menschen bedenkt und das der Gesellschaft und nicht nur das ökonomische.«

Experte für Gemeinwohl-Ökonomie ist Christian Felber, hier zu erleben bei Jung und Naiv vom 13. Februar 2020


Christian Felber, Gemeinwohl-Ökonomie
Piper, März 2018

Christian Felber (*1972) hat Attac Österreich mitbegründet und initiierte 2010 die internationale Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung. In der Gemeinwohlregion Kreis Höxter werden viele der guten Ansätze bereits praktiziert. Hier geht’s zu einem Beitrag des WDR vom 18.12.2019.

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»Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten«

Mit diesen Zeilen endet »Das Rezept« von Mascha Kaléko (1907–1975). Das Hamburger Thalia-Theater hat eine Poesie-Ambulanz eröffnet. Hier liest die Schauspielerin Rosa Thormeyer (*1992) Kalékos Gedicht. So schön.

Dota Kehr (*1979) wiederum hat in den letzten Jahren Gedichte von Mascha Kaléko vertont. Die Aufnahmen sind soeben erschienen und können hier erworben werden.
Dota Kehr & Felix Meyer mit »Zum Trost«, sei nicht nur zum Hören am späten Abend empfohlen.
 

Beim Klimastreik am 29.11.2019 sind DOTA in Berlin aufgetreten mit KEINE ZEIT – »Hier ist ein Lied, das wir für die Fridays for Future Demo geschrieben haben.«
Wenn ich an die FFF-Aktivist*innen denke, fällt mir die Kampagne »Wahlrecht ab Geburt« ein. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin a. D. Renate Schmidt.

Wer ab Geburt nun wirklich übertrieben findet, möge den Appell der Grünen unterzeichnen: »Wahlrecht ab 16 – es ist höchste Zeit!«. Denn:

Ein neuer Anfang ist möglich.
Es ist an uns, die vor uns liegende Zukunft zu gestalten.
Wer sich anstecken lässt vom Leitstern der Sehnsucht,
wer den ersten Schritt in die Zukunft wagt,
dem sei gesagt:
„Fürchte Dich nicht, es blüht hinter Dir her.“
Hilde Domin

      

Schließlich noch ein Mai-Foto, denn nach etwa vier Jahren als Engerling besuchte uns dieser Feldmaikäfer vor einer Woche auf der Terrasse:


Was man heute denkt

»Von dem, was man heute denkt,
hängt das ab, was morgen
auf den Straßen und Plätzen gelebt wird.«
José Ortega y Gasset (1883–1955)

aus: 2. Timotheus 1,7 | Banner der Nordkirche

Zu Helmut Schmidts »Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen«
fällt mir ein anderes Zitat ein:

»Das wahre Zeichen von Intelligenz ist nicht das Wissen,
sondern die Vorstellungskraft.«
Albert Einstein (1879–1955)

Dazu passt der Vorschlag von Prof.in Dr. Anke Langner vom Institut für Erziehungswissenschaft der TU Dresden im Jung-und-Live-Gespräch vor zwei Wochen mit Tilo Jung (35) und Hans Jessen (71), in den Schulen mehr auf die Förderung von Kreativität zu setzen als auf reine Wissensvermittlung. Denn das haben wir Menschen den Computern, den künstlichen Intelligenzen weiterhin voraus: originär kreativ zu sein.

So kreativ zum Beispiel wie die Fridays-for-Future-Aktivist*innen mit ihrem Netzstreik am 24. April 2020

 

Zum Livestream vom Netzstreik #fightEveryCrisis am 24.4.2020 [bei youtube]
Ab 2:46:00 singt die Singer-Songwriterin Mogli »Earth«, während eine Kamera-Drohne die Wiese vorm Berliner Reichstag abfilmt.

In sein Berliner Wohnzimmer lädt der Violinist Daniel Hope befreundete Musiker*innen ein, zum gemeinsamen Musizieren mit Abstand, unter dem Label Hope@Home by ARTE.

Quelle: ZDF-Mediathek
Die gut halbstündigen Konzerte sind in der ZDF-Mediathek für jeweils drei Monate nachzuerleben. Ich bin eingestiegen bei Hope@Home – Episode 29.
Mit Daniel Hope, Christoph Israel, Aliya Vodovozova und Michael Metzler

Apropos Hoffnung erinnere ich gleich mal an meinen Textbeet-Eintrag vom 16.4.2018
Hoffnung, lyrisch

Und voilà, ein neues Motiv aus der Reihe  Stillleben:

Die Figuren kommen aus der ganzen Welt – von Grünhainichen über Tansania über Murano bis Schwäbisch Gmünd.

     

»Wer sich mit der kreativen Kraft von Lebensübergängen verbinden möchte, muss seinen Verstand und seine Urteile entstandardisieren. Er muss die Fähigkeit entwickeln, sich mit sich selbst und mit dem Leben nicht mehr auszukennen und, sich aufmerksam vorantastend, den nächsten Schritt zu tun. Um das nicht nur ertragen, sondern auch bejahen zu können, brauchen wir etwas Wissen, viel Offenheit und eine große Gelassenheit.«
Aus: Natalie Knapp, Der unendliche Augenblick. Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind [Seite 66]

In ihrem Vortrag »Kompass neues Denken« (vom 5.10.2018) erklärt die Philosophin Dr. Natalie Knapp sehr anschaulich anhand der Abseitsregel den Unterschied zwischen kompliziert und komplex [bei youtube ab min 12:02]

Grade in derartig komplexen Zeiten wie diesen kann es nicht schaden, ein REZEPT für schnell gemachte Kekse zur Hand zu haben.

Orangen-Butter-Kekse

150 g weiche Butter
50 g (Rohrohr-)Zucker
1 Ei
je 100 Vollkorn- und „normales“ Mehl
75 g Speisestärke
1 Pk Vanillezucker
die abgeriebene Schale von 1 Zitrone und 1 Orange
Zitronenpuderzuckerguss

Den gut durchgekneteten Teig auf einem Backblech gleichmäßig ausrollen.
Bei 160 Grad (Umluft) 10 Min. backen, dann Rauten rädeln oder schneiden.
Weitere 10 Min. backen, die noch heißen Kekse dünn mit dem Guss bestreichen und abkühlen lassen.