textbeet

Kompost für den Alltag

zusammen …

zählt für mich zu den schönsten deutschen Adverbien.
Im Duden 1 [Die deutsche Rechtschreibung] finden sich zwischen zusammenarbeiten und zusammenzucken sage und schreibe 101 Verben, darunter so bildhafte wie sich zusammenläppern und zusammentrommeln. Hundertundeins! Wenn ich mich nicht verzählt habe; ich bin ja kein Computer.

Blick auf die Seite 1208 des DUDEN 1

Regula Venske, seit gut zwei Wochen Präsidentin des deutschen PEN, sagte im Deutschlandfunk Kultur in der Sendung Fazit vom 30.4.2017 über ihre Motivation: »Ich glaube, wenn man sich nicht engagiert, dann kann man im Moment, wenn man die Nachrichten liest, recht depressiv und pessimistisch werden, und da tut es gut, sich mit anderen zusammenzutun und sich gemeinsam für das einzusetzen, was uns wichtig ist.«
National wie international setzt sich der PEN [Poets, Essayists, Novelists] ein für den Schutz und die Freiheit von Kultur, den ungehinderten Gedankenaustausch und die freie Meinungsäußerung.

Sophie Hunger stellt sich in ihrem Song NÜT (Dem Burghölzli zum Geburtstag) vor, was die Freiheitsstatue singt, wenn sie singt. Offiziell heißt die Freiheitsstatue übrigens Liberty Enlightening the World – und das seit 1886.
Ein Teil des Textes (auf Schwizerdütsch) findet sich unter dem Titel Z’Lied vor Freiheitsstatue bei songtexte.com. Der Refrain:

Lueg, mir isch schwindlig
Aber schwindlig bini nid
Lueg, I han es Riesse
Riesse chani nüt

Eine Übersetzung des Songs habe ich leider nicht gefunden. Dafür gibt es in dem Film Sophie Hunger – The Rules of Fire eine tolle Live-Version von NÜT zu sehen [ab Minute 43:30].
   
Vor einem Jahr hat Sophie Hungers Label Two Gentlemen diesen Film, ein Konzert-Porträt, wie soll man sagen – jedenfalls finde ich das Video ein bisschen speziell und ganz besonders beeindruckend. »Sängerin Sophie Hunger füllt Konzerthallen auf der ganzen Welt, gewinnt Preise, begeistert (fast) alle. Ist es ihre Stimme? Sind es ihre Texte? Ist es ihr Charisma? Ein filmischer Annäherungsversuch.« [Zitat zum Film auf youtube]

Kein textbeet-Beitrag sollte ohne eine Buchempfehlung bleiben. Heute rate ich zu  Alois Prinz, Beruf Philosophin oder Die Liebe zur Welt. Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt bzw. Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt.
   
Meine Freundin Regina und ich haben Alois Prinz vor ein paar Wochen in der Buchhandlung Christiansen erlebt, das war ein spannender Abend mit dem Autor, der in weiteren Büchern u. a. die Lebensgeschichten von Ulrike Meinhof, Franz Kafka und Milena Jesenská erzählt.

Blick in die Buchhandlung Christiansen in Ottensen

Der leidenschaftliche Biograph Prinz wurde übrigens im März mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur 2017 ausgezeichnet. Seine Bücher erscheinen bei Beltz und Gelberg und teilweise (als Ausgaben für Erwachsene, wenn man das so sagen möchte) im Insel-Verlag.

Zum Abschluss die erste Folge einer neuen kleinen Serie, die in lockerer Folge Tipps fürs Bad vorstellt: Wer kein Fan von Seifenspendern ist und schon lange genug hat von Seifenresten in Seifenschalen: Ein kleiner Schwamm als Unterlage ist perfekt – Seifenrutschen passé.

   

Kann ich nur empfehlen [neulich gab’s noch drei Stück bei Budni für weniger als zwei Euro].

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