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Kompost für den Alltag


Neue Narrative

Vor gut einem Jahr wurde auf Island der Gletscher Okjökull mit einer Zeremonie für „tot“ erklärt. Dieser Tagesspiegel-Artikel vom 19.8.2019 erklärt sehr gut, was es mit der weltweit grassierenden Gletscherschmelze auf sich hat: Okjökull wegen der Erderwärmung geschmolzen

Quelle: Der Tagesspiegel

Quelle: Der Tagesspiegel

Andri Snær Magnason (* 1973 in Reykjavík) hat ein faszinierendes Buch geschrieben über die Geschichte der Gletscher, seine eigene Familiengeschichte, eine Reise nach Indien und die Gefahren in der Klimakrise weltweit. Magnason erfindet eine neue Sprache, neue Narrative, damit wir besser begreifen, was wir alles mit unserem andauernden Verhalten aufs Spiel setzen.
Wasser und Zeit – Eine Geschichte unserer Zukunft
Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Insel Verlag, 18.5.2020

»Als Guðrún und Valur, die Geschwister meiner Großmutter, geboren wurden, rief man einen Pfarrer anstatt eines Arztes und sie starben. Jetzt wo die Erde in Gefahr ist, soll man da einen Ökonomen oder einen Ökologen rufen?«
Aus: Magnason, Wasser und Zeit, S. 242

Im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin ist Andri Snær Magnason eingeladen ins FUTURIUM zum Gespräch mit Maja Göpel, Christiane Grefe und Claudia Kemfert. Ich freu mich, am 11.9. dabei zu sein. Damit alle auch von zu Hause aus dabei sein können, wird »Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Bioökonomie« live im Internet übertragen.
Zum Livestream am 11.9.2020 ab 18 Uhr auf youtube

Höchstwahrscheinlich würde sich Andri Snær Magnason auch ausgezeichnet mit der indischen Aktivistin Dr. Vandana Shiva (* 1952) verstehen. Ihr Buch Eine andere Welt ist möglich. Aufforderung zum zivilen Ungehorsam, entstanden aus Gesprächen mit dem französischen Journalisten Lionel Astruc, ist vor einem Jahr erschienen.

Vandana Shiva erzählt über ihr Leben, ihre Motivation, ihre Kämpfe gegen Monsanto, Nestlé und Co. und von ihrer  Vision für eine bessere Zukunft. Zur Leseprobe (PDF) auf der Seite des Oekom Verlags.

Als Einstimmung bietet sich dieses Interview mit Vandana Shiva (spricht sich übrigens mit kurzem i) auf utopia.de an.
»Wie ich mit dem Druck umgehe: Indem ich von der Natur und der ökologischen Landwirtschaft lerne. Es gibt ein inneres System: Ein Samenkorn – es ist winzig – wird eingepflanzt und zum Baum. Oder zu einer Haferpflanze oder zu Gerste. Das Korn weiß im Inneren, dass es eine Gerste ist, niemand muss ihm das sagen. Wenn wir unser Selbstbewusstsein aufrechterhalten, unsere innere Orientierung und unser Gewissen, dann kann uns keine Gewalt von einem äußeren patriarchalen System innerlich etwas anhaben.« Vandana Shiva im utopia-Interview vom Februar 2020.

Quelle: youtube

Quelle: youtube

Im Januar hat Vandana Shiva eine großartige Rede zur Eröffnung der Lessingtage 2020 im Hamburger Thalia-Theater gehalten, die ebenfalls bei youtube nachzuerleben ist [auf Englisch, 40 min].

Gern erinnere ich noch mal an den Globalen Klimastreik von Fridays For Future am Freitag, dem 25.9.2020

Fight Every Crises war das Motto der coronabedingt ersten digitalen Großdemo am 24.4.2020. Alle Krisen, die uns zur Zeit bedrohen, treffen uns je nach Alter, Wohnort, Einkommen etc. sehr unterschiedlich, global als auch hier in Deutschland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Verein Sanktionsfrei haben ein kurzes Quiz zu Hartz 4 ins Netz gestellt, bei dem ich ganz naiv und peinlicherweise nur eine Frage richtig beantwortet habe.

Gemeinsam

Vergesset nicht
Freunde
wir reisen gemeinsam

besteigen Berge
pflücken Himbeeren
lassen uns tragen
von den vier Winden

Vergesset nicht
es ist unsre
gemeinsame Welt
die ungeteilte
ach die geteilte

die uns aufblühen läßt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte Erde
auf der wir
gemeinsam reisen

Aus: Rose Ausländer, Gedichte, S.Fischer

Für alle, die noch nicht genug Podcasts abonniert oder einfach Lust haben, einer begeisterten Musikliebhaberin zuzuhören, hier noch ein Tipp: NDR Kultur – Stereo. In der ersten Folge vom 29.8.2020 hat Carolin Emcke den venezianischen Komponisten Baldassare Galuppi (1706–1785) vorgestellt und eines ihrer Lieblingsstücke von Miles Davis, NDR Kultur – Stereo [19 min]. Galuppis schlicht schöne Sonata in C major bei youtube in voller Länge [15 min], eingespielt 1962(!) von Arturo Benedetti Michelangeli.

Quelle: Der Tagesspiegel

Ganz ignorieren lässt sich die Pandemie auch im Textbeet nicht.
Wie das Coronavirus den Körper befällt zeigt interaktiv und gut verständlich, wie das Virus den Menschen benutzt, um sich zu vermehren. Also weiter Hände waschen, Maske auf, Abstand halten und unbelüftete Räume meiden.


Von Höcksken auf Stöcksken

(c) Meiko Herrmann für ZEIT ONLINE

Carolin Emcke gesucht – Alles gesagt gefunden.

Inzwischen habe ich mit Christoph Amend und Jochen Wegener und ihren überwiegend sehr interessanten Gästen viel Zeit verbracht, beim Johannisbeerenpflücken, -strippen, -einkochen zum Beispiel, mit Kopfhörer.
Nach dem Alles-gesagt-Gespräch vom 3.6.2020 mit Alice Hasters (*1989 in Köln) habe ich mir ihr Buch gekauft (erschienen im September 2019 bei Hanserblau, nicht mehr auf der Spiegel-Bestsellerliste …).

(c) H. Henkensiefken

 

Alice Hasters
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten
208 Seiten. hanserblau 2019

Quasi den Roman zum Sachbuch hat Olivia Wenzel (*1985 in Weimar) geschrieben: 1000 Serpentinen Angst, erschienen im Frühjahr bei S. Fischer, das ich parallel lese und ebenfalls empfehlen möchte.

(c) Juliane Werner

Olivia Wenzel
1000 Serpentinen Angst
352 Seiten. S. Fischer 2020

In diesem Zusammenhang fällt mir noch die Eröffnungsrede von Sharon Dodua Otoo (*1972 in London) zum diesjährigen Bachmannpreis-Bewerb ein, die ich großartig fand, nachzusehen beim ORF: Sharon Dodua Otoo, Dürfen Schwarze Blumen Malen?
   

Diese »Klagenfurter Rede zur Literatur 2020« ist als Buch mit Illustrationen von der Autorin im Johannes Heyn erschienen.
Sharon Dodua Otoo
Dürfen Schwarze Blumen Malen?
Ebenfalls auf den schön übersichtlichen Bachmannpreis-Seiten des ORF lässt sich im Archiv noch Sharon Dodua Otoos Lesung von 2016 nachsehen. Für Herr Gröttrup setzt sich hin hatte sie vor vier Jahren den Bachmannpreis erhalten. Link zum Video.

Auch dieser ausgezeichnete Text Herr Gröttrup setzt sich hin ist (zweifach übersetzt) in Buchform erschienen, und zwar bei STILL

Über die Mail einer Freundin bin ich auf den Film HUMAN aufmerksam geworden, der in ganzer Länge ausdrücklich frei verfügbar ist, hier bei youtube: HUMAN Extended version VOL.1 (2015)

Yann Arthus-Bertrand (*1946 in Paris) ist Fotograf, Journalist, Reporter und Umweltschützer. Seine spektakulären Luftbildaufnahmen haben ihn international bekannt gemacht. Für HUMAN haben Arthus-Bertrand und sein Team Interviews mit über 2000 Menschen in mehr als 60 Ländern der Erde geführt – sehr bewegend.
   
Sein jüngstes Filmprojekt hat er gemeinsam mit der Dokumentarfilmerin Anastasia Mikova (*1982 in Kiew) realisiert: WOMAN  [offizielle Website]. Link zum deutsch untertitelten Trailer bei youtube

In unsere Kinos kommt WOMAN am 12.11.2020.
Das Buch zum Film ist bereits im Februar bei Knesebeck erschienen:

Fondation Goodplanet, Anastasia Mikova
Woman. Was wir erleben, träumen, hoffen
224 Seiten mit 300 farbigen Abbildungen
Übersetzt von Kristin Lohmann und Jutta Schiborr

Schließen möchte ich dieses sommerliche Textbeet mit dem Hinweis auf einen tragikkomischen Poetry-Slam-Beitrag von Svenja Gräfen (*1990 in Daun): FEMINISMUS . Schon drei Jahre her, sollte man nicht meinen. »Girls just want to have FUN(-damental rights)« – eine Geschichte über Gleichberechtigung, gegen Frauenfeindlichkeit und Sexismus.

Tor am Ellernholt in diesem Sommer


So viel, wie man kann

»Ich rate, lieber mehr zu können, als man macht, als mehr zu machen, als man kann.« Bertolt Brecht
»… bis man so viel macht, wie man kann.« Aus: Der Andere Advent 2019


Aus: Der Kinder Kalender 2020
Mit 52 Gedichten und Bildern aus aller Welt
Herausgegeben von der Internationalen Jugendbibliothek, München
Ausgezeichnet mit dem Kalenderpreis des Deutschen Buchhandels 2020

Das Genaue Schnecken Lied stammt aus: Schlaraffenbauch in Die Tollen Hefte Band 49, Büchergilde Gutenberg
Gedichte von Michael Hammerschmid, herausgegeben und illustriert von Rotraut Susanne Berner
Mit Original-Flachdruckgrafiken in vier Sonderfarben und einer Beilage
Josef-Guggenmos-Preis für Kinderlyrik 2018


Tacheles

Aus dem Jiddischen: tachles = Ziel, Zweck < hebräisch taḵlîṯ

Tacheles reden (umgangssprachlich: unverhüllt, klar heraus, ohne falsche Rücksichtnahme seine Meinung sagen, ursprünglich = Zweckmäßiges reden; zur Sache kommen) Quelle: duden.de

Im September 2019 wurde der Grundstein gelegt für das neue Berliner Stadtquartier AM TACHELES, das 2022 fertiggestellt sein soll.

1909 als Friedrichstraßenpassage eröffnet, diente der Gebäudekomplex an der Oranienburger Straße im Laufe der Geschichte ganz unterschiedlichen Zwecken.

Haus der Technik – die AEG Rotunde wurde 1982 gesprengt (c) Gerd Danigel

1990 rettete die Künstlerinitiative Tacheles die Ruine vorm endgültigen Abriss. Seit 1992 denkmalgeschützt, wurde das Gebäude zu dem Kunst- und Kommunikationszentrum in Berlin. Bis 2012.

Das Tacheles Richtung Westen 2008 (c) De-okin

Das Tacheles Richtung Osten 2008 (c) De-okin

Mehr über die spannende Geschichte des Tacheles bei Wikipedia

Tacheles sprechen auch die Kinder in Alle behindert!
25 spannende und bekannte Beeinträchtigungen in Wort und Bild

Text: Monika Osberghaus, Illustrationen: Horst Klein,
erschienen im September 2019

»Ab 5 Jahre und für alle« empfiehlt der Klett Kinderbuchverlag – dem schließe ich mich an.

Leseprobe. Quelle: Klett Kinderbuch Verlag

Von nahen und entfernten Verwandten
Drei Romandebüts
Unter diesem Motto laden die Hamburger BücherFrauen herzlich zu ihrem 17. LiteraturBrunch.
Am Sonntag, dem 9. Februar 2020, 10 bis 14 Uhr.
Im Tanzstudio Billie’s in der Alten Dosenfabrik [Stresemannstr. 374 b] werden die Autorinnen Tabea Hertzog, Katharina Mevissen und Lola Randl aus ihren Debütromanen lesen. Moderation: Karina Schmidt
     
Der Eintritt kostet 25 Euro (BücherFrauen 18 Euro), inkl. Brunch.
Weitere Informationen finden sich auf buecherfrauen.de
Es gibt noch wenige Karten. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um verbindliche Kartenreservierung per Mail an literaturbrunch@buecherfrauen.de  – danke.

Zum Jahresende 2019 in Tannfeld (Genussregion Oberfranken) (c) Ute Kistner-Grabenstein


Fatal

wäre es, wenn wir uns zufrieden gäben mit »Die Technik wird’s schon richten«-Hoffnungen, die völlig absurd sind angesichts des raschen Fortschreitens der Klimakatastrophe. Oder wenn wir nur noch zynisch wären, wenn wir aufgäben. Jeder dritte in Deutschland verkaufte Neuwagen ist laut Handelsblatt ein SUV. Zum K…

Der Duden übersetzt fatal mit: sehr unangenehm und peinlich; Unannehmlichkeiten, Ärger verursachend, in Verlegenheit bringend; misslich.

»… der Fatalismus ist das Gegenteil der Freiheit.«
Jean-Paul Sartre

Mein Sohn (22) hatte mir diesen Beitrag empfohlen über den Essay Losing Earth von Nathaniel Rich.

Losing Earth: Wie wir die Erde fast vor dem Klimawandel gerettet hätten | Capriccio | BR
[5:17 min in der BR-Mediathek bis 29.4.2020 oder bei youtube 5:22 min]

      
Mehr Infos zum Buch nach Klick aufs Cover

»Nathaniel Rich schildert in dem Essay Losing Earth, wie Ende der 70er Wissenschaftler und Politiker erstmals erkennen, dass sich die Erderwärmung desaströs beschleunigt. Fast kommt es danach zu einem weltweiten Klimaabkommen. Fast.«
Quelle: Capriccio

Wer Capriccio vom Bayerischen Rundfunk noch nicht kennen sollte, hier geht’s zu vielen großartigen Beiträgen in der Mediathek.

Fatal erinnert mich Losing Earth an Karen Duves vor 5 Jahren erschienenes Warum die Sache schiefgeht  – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen.

 

Als Hardcover 2014 bei Galiani Berlin erschienen und noch lieferbar, als Hörbuch 2014 bei Roofmusic, als TB bei Goldmann.

Augusta Luise

Was hilft? Rosen züchten? Beim nächsten Global-Strike-Day mitmachen? Weltweit möglich am Fr, 29. und Sa, 30. November 2019.

mein Schild vom 20.9.

Sehr beeindruckt bin ich von der Courage der Whistleblowerin Katherine Gun, die ich vorgestern beim Filmfest Hamburg  persönlich erlebt habe. Official Secrets kommt – mit Keira Knightley in der Hauptrolle super besetzt – am 21. November 2019 in unsere Kinos. Kurzfassung des Thrillers: Katherine Gun hatte 2003 brisante Geheimdienstinformationen weitergegeben, um den Irak-Krieg zu verhindern.

Quelle: deinkinoticket.de/official-secrets/infos/

Sehr gespannt bin ich auf die Aktionen von Extinction Rebellion, die morgen in Berlin starten.


Zitat von der XR-Homepage: »Es funktioniert: Frühling 2019, London. Über sechstausend Menschen blockieren eine Woche lang die Brücken der Stadt. Wenige Tage später erklärt das britische Parlament den Klimanotstand. Gemeinsam können wir auch in Deutschland die Politik dazu bewegen, endlich effektiv zu handeln.«

Das nenne ich Optimismus angesichts des desaströsen Klimapaketes unserer Regierung.
Ein Überblick zum Klimaschutzprogramm 2030 auf der Website der Bundesregierung …

Wer sich schon vor 2030 sein Wunder lieber selber backen möchte, hier das Rezept vom Wunderbrot.
Es gibt fertige Backmischungen, aber es gibt auch ein Rezept auf der Nachhaltigkeitsplattform Smarticular , das ich leicht abgewandelt zum Nachbacken auf einem Backblech nur empfehlen kann: Wunderbrot [PDF zum Download].

Und jetzt noch ein Blick in unsere LiteraturBrunch-Werkstatt.
Das sind drei von den 2019 erschienenen deutschsprachigen Romanen, die mir besonders gut gefallen haben:

         

Tabea Hertzog, Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer
Berlin Verlag 2019, 224 Seiten
Sarah Kuttner, Kurt
S. Fischer 2019, 240 Seiten
Angela Lehner, Vater unser
Hanser Berlin 2019, 284 Seiten
Der Termin für unsere alljährliche legendäre BücherFrauen-Veranstaltung steht schon: Sonntag, 9.2.2020, von 10 bis 14 Uhr. Weitere Informationen folgen.


Binsenweisheiten

Diverse Binsen Quelle: Wikipedia

Der Begriff spielt laut Wikipedia auf die weite Verbreitung der Binsen (Gräser) an sowie auf ihre einfache, knotenlose Form. So gab es bereits im Lateinischen die Wendung: nodum in scirpo quaerere („Stengelknoten auch an der Binse suchen“), wenn jemand an einer simplen Feststellung herumdeuteln wollte. Ein Beispiel: Schlimmer als Binsenweisheiten sind Fake News.

Der Guardian hat vor einiger Zeit sein Wording geändert und nennt es nicht mehr Klimawandel, sondern Klimakrise oder Klimanotstand. Das interessante Interview „Wie Sprache unser Denken über die Zukunft verändert“  findet sich bei bento.

Quelle: youtube

Bei einer Brückenbesetzung in London im November 2018, über die der Guardian ausführlich berichtet hat, singen Aktivist*innen: »Never doubt, that a small group of people can change the world indeed. it is the only thing that ever has. Never doubt, that …« [The Guardian, Life inside Extinction Rebellion: ‚We can’t get arrested quick enough‘, bei youtube ab min 9:02, veröffentlicht am 22.11.2018 ] – sehr bewegend, finde ich.


Damit zitieren sie die US-amerikanische Ethnologin Margaret Mead (1901-1978):

»Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world; indeed, it’s the only thing that ever has.«
gefunden bei brainyquote

 

»In der Gedankenwelt von Extinction Rebellion nehmen drei Zahlen einen entscheidenden Platz ein: 2025, 0 und 3,5 Prozent. 2025 sollen die C02-Emissionen auf null reduziert sein, und die Aktivisten glauben, dass sie die Regierungen nur dazu kriegen, wenn sie ungefähr 3,5 Prozent der Bevölkerung für sich gewinnen.« Rico Grimm, Krautreporter 1.5.2019

Am Freitag, dem 20.9.2019 findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Hier der Aufruf von Fridays for Future. Und hier meiner: Kommt um 12 Uhr am 20.9. in Hamburg zum Jungfernstieg, in Berlin zum Brandenburger Tor, in Frankfurt zur Alten Oper, um 10 Uhr in Münster zum Prinzipalmarkt … [alle Orte hier] und bringt noch jemanden mit.

Samuel Harfst [keine Ahnung, wie ich auf den gekommen bin …] rät in seinem Song Alles Gute zum Alltag:
»… träume hellwach, träume groß,
lass die Hoffnung niemals los.«

Auch bildende Künstler*innen setzen sich mit dem Klimanotstand auseinander. Im Berliner Gropiusbau gibt es dazu bis zum 1. Dezember 2019 die alles in allem beeindruckende Ausstellung »Garten der irdischen Freuden«, die ich letzte Woche gesehen habe.

Rashid Johnson, „Antoine’s Organ“ (Detail), 2016. Foto: Martin Parsekian Rashid Johnson, Courtesy: der Künstler und Hauser & Wirth

Und wer es sich immer noch gönnt, Bücher zu lesen, könnte hier in der Longlist zum Deutschen Buchpreis stöbern. Übrigens sind es in diesem Jahr 11 nominierte Autorinnen und 9 Autoren. Die Shortlist wird am 17.9.2019 bekannt gegeben, der Buchpreis am 14.10. zum Auftakt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse verliehen.

Quelle: deutscher-buchpreis.de


O Himmel ist das recht?

Haben wir noch Zeit genug, die Bücher zu lesen, die uns aus der Klimakrise führen könnten?

Die kanadische Journalistin Naomi Klein hat bereits einiges zur Globalisierung veröffentlicht. Der Klimawandel schien ihr nicht relevant zu sein, sagt sie, bis sie den engen Zusammenhang zwischen Umweltzerstörung und Ungleichheit erkannte.

This Changes Everything – Naomi Klein | Guardian Docs (09:43 min),
am 6.3.2015 bei youtube veröffentlicht. Erschreckend mal wieder – eine Dokumentation von 2015, die Fakten weitgehend ignoriert, das Video könnte auch von 2019 sein.

   

Naomi Kleins neues Buch On Fire: The (Burning) Case for a Green New Deal ist bei Barnes & Noble angekündigt für den 27.09.2019, die deutsche Ausgabe Green New Deal: Wir können unseren Planeten retten! soll Anfang November bei Hoffmann und Campe erscheinen, in der Übersetzung von Gabriele Gockel und Barbara Steckhan.


Naomi Klein © Kourosh Keshir
Quelle: hoffmann-und-campe.de

Zum Vormerken: die Bewegung Extinction Rebellion ruft für den 27. September 2019 gemeinsam mit Fridays for Future, United4Earth, IWW Environmental Unionist Caucus, Youth Strike 4 Climate und Demand Utopia zum Earth Strike auf, zum bislang größten weltweiten Klimaprotest.

»O wunderbares Glück! Denk doch einmal zurück: Was hilft mir mein Studieren, viel Schulen absolvieren? Bin doch ein Sklav, ein Knecht. O Himmel ist das recht?«
Christian Friedrich Daniel Schubart (1739–1791)

Wikipedia zum Begriff Ziviler Ungehorsam:
»Durch einen symbolischen, aus Gewissensgründen vollzogenen, und damit bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen zielt der handelnde Staatsbürger mit einem Akt zivilen Ungehorsams auf die Beseitigung einer Unrechtssituation … Durch den symbolischen Verstoß soll zur Beseitigung des Unrechts Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung genommen werden.«

Die Bücher der bemerkenswert unangepassten Autorin Anke Stelling erscheinen seit 2016 passend im Verbrecher-Verlag. Ihr jüngster Roman Schäfchen im Trockenen wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019 ausgezeichnet. Die Jury begründete: »Schäfchen im Trockenen ist ein scharfkantiger, harscher Roman, der wehtun will und wehtun muss, der protestiert gegen den beständigen Versuch des besänftigt Werdens, der etwas aufreißt in unserem sicher geglaubten Selbstverständnis und dadurch den Kopf frei macht zum hoffentlich klareren Denken.«

         

Schäfchen im Trockenen (2018)
272 Seiten
Fürsorge (2017)
176 Seiten
Bodentiefe Fenster (2016)
256 Seiten

Nun noch ein Hörbuch-Tipp. Im Spiegel hat Franziska Wolffheim den neuen Roman von Alina Bronsky niedergemacht: »Im typischen ›Bronsky-Beat‹ porträtiert Alina Bronsky … eine Helikopter-Großmutter, die ein Wohnheim zu kontrollieren sucht. Könnte sehr lustig sein – wären die Figuren nicht solche Pappnasen.« Fand ich überhaupt nicht. Vielleicht hätte die Rezensentin sich den Roman lieber von Sophie Rois vorlesen lassen sollen? Fand ich großartig!

Alina Bronsky, Der Zopf der Großmutter. Meine Großmutter, mein Großvater, seine Geliebte und ich
Erschienen bei Roofmusic

In leicht melancholischer Stimmung höre ich grad besonders gern das Brad Mehldau Trio, genau gesagt ihr Cover von Time Has Told Me (bei youtube, 08:40 min)
veröffentlicht auf Where Do You Start (2012)

   
Auch schön, und mit Text, das Original von Nick Drake Time Has Told Me (bei youtube, 04:27 min)
auf Five Leaves Left (1969)

Und noch was für Leib und Seele, meine jüngste Kreation:


Aprikosen-Pfingst-Kuchen

· 250 g Butter
· 250 g Mehl
· 250 g Vollkorn-Mehl
· 200 g Rohrzucker
· 2 Eier
· 1 Pk Bourbon-Vanillezucker
zu einem glatten Teig kneten und die Formen damit auskleiden.

· etwa 1.250 g gewaschene Aprikosen
in Spalten schneiden und auf den Teig legen.

· 6 Eiweiß, leicht aufgeschlagen,
· 250 g Zucker
· 400 g gemahlene Mandeln
· 1 Pk Bourbon-Vanillezucker
zum Guss verrühren, auf dem Obst verteilen.

Bei 175 Grad etwa 45 min backen.
Menge für ein Blech und eine kleine Form.

DIES IST ÜBRIGENS TATSÄCHLICH SCHON BEITRAG NR. 50 …

 


Kopf im Sand

Einem mir gut bekannten jungen Mann fiel zum Ausdruck »Den Kopf in den Sand stecken« das grad grassierende Prokrastination ein. In diesem Wort steckt alles drin: Krasses Ignorieren von Aufgaben, die eigentlich dringend erledigt sein wollen, und dieses gewisse »Ich kann auch nichts dafür«, da es sich offenbar um eine Art Fluch handelt.

Zeichnung von Adolf Oberländer (1877)

Auf neueswort.de findet sich: »Die Prokrastination stammt vom lateinischen procrastinatio (Vertagung) ab … ein kontraproduktives und unnötiges Aufschieben …«
Das Kopf-in-den-Sand-Stecken bietet also kaum Vorteile. Und doch vertagen wir ständig die Auseinandersetzung mit Problemen. Wir verdrängen, fühlen uns nicht angesprochen [Waaaas? Es gibt einen Zusammenhang zwischen Flugverkehr und Klimawandel? Echt jetzt?], würden zu gern so bequem und relativ entspannt weiterleben und auf gar keinen Fall persönliche Nachteile in Kauf nehmen wollen. Außerdem: Was kann ich allein schon ausrichten?

Als mir neulich diese adretten Plakate auffielen

 

Jennifer Aniston wirbt für Smart Water (c) Coca-Cola

hatte ich gleich Nestlé im Verdacht. Aber es steckt doch Coca-Cola dahinter. Der US-amerikanische Konzern hofft wohl, dass auch europäischen GroßstädterInnen gefallen könnte, worauf man in Hollywood nicht mehr verzichten möchte: WASSER  in Plastikflaschen. Selbstverständlich kein gewöhnliches, sondern quasi kluges Wasser. 

Wir hier im »echten Norden« sind heilfroh, dass wir uns keine Sorgen ums Trinkwasser machen müssen, trotz der ungewöhnlichen Dürre dieses Sommers. Das aus der Nordheide schmeckt übrigens ausgezeichnet.

In diesem Zusammenhang berichtete die Landeszeitung aus Lüneburg im letzten Jahr unter der Überschrift Wem gehört das Trinkwasser?, dass Coca-Cola Deutschland am Standort Lüneburg »ViO« abfülle und »in den vergangenen Jahren keine Gewerbesteuer gezahlt« habe. Coca-Cola verwies dazu auf »Verluste durch außerordentliche Kosten«.

Wasserspielplatz im Bürgerpark Bielefeld, (c) aquado.de

Die ideale Verbindung von Sand und Wasser – eine „Matschanlage« oder auch das Wattenmeer der Nordsee, seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe. Es gibt Prognosen, was aus dem Wattenmeer wird bei weiterem Meeresspiegelanstieg. Dazu gibt es die Strategie Wattenmeer 2100  – Wie ist das Watt trotz Klimawandel und Meeresspiegelanstieg zu retten? Mehr dazu auf der Website der Schutzstation Wattenmeer.

Karte: Schutzstation Wattenmeer

Zum Schluss noch kurz den Kopf aus dem Sand gesteckt und einen Blick geworfen auf die Vorbereitungen zu unserem nächsten BücherFrauen-LiteraturBrunch im Februar 2019, für den wir grad die Neuerscheinungen deutschsprachiger Autorinnen 2018 sichten. Zwei meiner Favoritinnen [ein Klick auf die Titel führt zu weiteren Informationen]:

       
Milena Michiko Flašar, Herr Katō spielt Familie
Verlag Klaus Wagenbach, 176 Seiten, geb., 20,– Euro

Wlada Kolosowa, Fliegende Hunde
Ullstein Buchverlage, 224 Seiten, geb., 20,– Euro

Fliegende Hunde erinnert mich an Alina Bronskys Scherbenpark von 2008, das ich damals ebenfalls sehr beeindruckend fand.
Alina Bronsky, Scherbenpark
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 304 Seiten, TB, 9,99 Euro

    

Und eines der Bücher vom LiteraturBrunch 2018 ist soeben als Penguin-Taschenbuch erschienen und sei hiermit noch einmal ausdrücklich empfohlen:
Annette Mingels, Was alles war
Penguin Verlag, 288 Seiten, TB, 10,– Euro

PS: In dieser Woche wurde die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018 bekannt gegeben. Diesmal überwiegen die Romane von Autorinnen (12 von 20 nominierten Neuerscheinungen). Wir sind gespannt auf die Shortlist, die am 11.9.2018 präsentiert wird.

Nachtrag vom 12.9.2018: Auch auf der Shortlist überwiegen die Titel von Autorinnen. Wer den Deutschen Buchpreis 2018 erhält, wird am Montag, dem 8. Oktober um 18.55 Uhr bekannt gegeben.


Ansichtssache

In meinem Postkartenkarton finden sich tatsächlich noch ein paar Ansichtskarten wie diese, die ich vor einigen Sommern nicht rechtzeitig verschickt habe:

Postkarten zeigen in der Regel besonders hübsche Ansichten am Urlaubsort, die den Neid der Adressat_innen wecken könnten.
Weniger harmlose Ansichten dagegen sind solche, die auf Falschmeldungen oder Fehleinschätzungen beruhen.
Wie harmlos sind Menschen, die sich in der Flat Earth Society versammelt haben? Die davon überzeugt sind: Die Erde ist eine Scheibe.
Nein. Die Erde ist rund, die Welt ist bunt und außerdem bevölkert von Rechthabern und Besserwisserinnen [engl.: know-alls and smartypants].

Mit seinem Buch FACTFULNESS versucht der Schwede Hans Rosling (1948–2017), Professor für Internationale Gesundheit, zumindest mit einigen Irrtümern in unserem Denken aufzuräumen – sehr anschaulich und eindrücklich. Seine positive Sicht auf die Welt ist nicht naiv optimistisch, sondern gründet sich auf Fakten, auf Zahlen der Weltbank und der Vereinten Nationen z. B.

  
Hans Rosling with Ola Rosling and Anna Rosling Rönnlund
Factfulness. Ten Reasons We’re Wrong About the World – and Why Things Are Better Than You Think

Hans Rosling mit Anna Rosling Rönnlund und Ola Rosling
Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

Anna Rosling Rönnlund, Hans und Ole Rosling

Ich kann einen Blick auf die Website der 2004 von Hans Rosling gegründeten Gapminder-Stiftung nur empfehlen. Und zum Einstieg vielleicht Roslings TED-Vortrag in Katar über den Zusammenhang zwischen Religionen und Geburtenraten: Religions and babies. Das NDR-Kulturjournal hat dazu am 30.4.2018 diesen Beitrag Hans Rosling: „Factfulness“ gesendet. Wer das ZDF und Aspekte bevorzugt, schaue: Der Optimist Hans Rosling „Die Welt ist gar nicht so schlecht“.

Schon 1967 sangen die Beatles [bei youtube], dass alles immer besser werde, in Getting Better auf Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band:
.

»I’ve got to admit it’s getting better (Better)
A little better all the time (It can’t get more worse)
I have to admit it’s getting better (Better)«

Wahrscheinlich nicht nur, um den Beatles zu widersprechen, schrieb Joni Mitchell zwei Jahre später den wesentlich kritischeren Song Big Yellow Taxi [bei youtube], 1970 erschienen auf Joni Mitchells drittem Album Ladies of the Canyon:

»Don’t it always seem to go
That you don’t know what you’ve got till it’s gone?
They paved paradise
Put up a parking lot«

Joni Mitchell 2007

Joni Mitchell wurde 2007 in die Canadian Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit sang das Publikum „Big Yellow Taxi“ mit, auch schön – Audience sing-along at the 2007 CSHF Induction Ceremony [bei youtube]. Eine kurze Rückschau auf ihr Leben als Musikerin zeigt dieser Rock and Roll Hall of Fame Induction Film von 1997 [bei youtube] .

Einer, dem die Bewahrung der Schöpfung sicher so am Herzen liegt wie Joni Mitchell und der die Herausforderungen der heutigen Zeit viel deutlicher anspricht als die meisten Politiker_innen und das durchaus zuversichtlich, ist Papst Franziskus. Am 14. Juni 2018 kommt der neue Film von Wim Wenders in die Kinos, auf den ich schon sehr gespannt bin – das Porträt „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“.

Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (Universal)

Dieser 5-minütige Beitrag zum Film auf Arte ist noch bis zum 1.9.2018 online.
Papst Franziskus, nun immerhin schon fünf Jahre im Amt, sagt: „Lasst uns nach vorne blicken und gemeinsam vorangehen.“  Zum Trailer auf kino-zeit.de.

Keine zwei Meinungen bzw. Ansichten gibt es jedenfalls zu diesem Johannisbeer-Quark-Kuchen: mein Sommerkuchen mit roten Johannisbeeren ausm Garten [das Rezept als PDF Marens_Johannisbeer-Quark-Kuchen].

200 g weiche Butter mit
100 g Zucker,
2 Eiern,
je 200 g Mehl und Vollkornmehl sowie
1 Pk. Vanillezucker
zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Auf einem gebutterten Backblech ausbreiten.

750 g Magerquark,
250 g Zucker,
5 Eigelb und
1 Pk. Vanillepudding verrühren.
Jeweils 250 ml Sahne und
die 5 Eiweiße steif schlagen und mit
750 g Johannisbeeren
vorsichtig unter den Quark heben.
Auf dem Teig verteilen.

Bei 175°C (im nicht vorgeheizten Ofen) etwa 45 Min. backen.

Getting better handelt übrigens weniger von der immer besser werdenden Welt, wie Hans Rosling sie beschreibt. Hier gibt einfach jemand zu, mit seiner neuen Freundin großes Glück zu haben: „It’s getting better since you’ve been mine.“

Schönen Sommer weiterhin!


Hoffnung, lyrisch

Wäre die Welt eine bessere, womöglich friedlichere, wenn alle mehr Gedichte lesen würden? Eine Welt voller poetischer Momente, verdichtet im Augenblick? Lyrik als Kontrapunkt zu Hass-Tweets und anderen -Tiraden? Wir sollten noch Visionen haben. Gerade jetzt im Frühling!

Man sollte wieder mal spazierengehn.
Das Blau und Grün und Rot war ganz verblichen.
Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!
Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehn.

Aus: Erich Kästner (1899–1974), Besagter Lenz ist da
Das ganze Gedicht, gesprochen von Hermann Lause bei youtube.

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
Er kam, er kam ja immer noch,
die Bäume nicken sich’s zu.

Aus: Theodor Fontane (1819–1898), Frühling

Einst hab ich drei Weiden besungen.
Eine ist nur geblieben.
Ich habe drei Weiden besungen.
So sind auch drei Weiden geblieben.

Eva Strittmatter (1930–2011)

Hope is the thing with feathers,
That perches in the soul
And sings the tune without the words
And never stops – at all.

Aus: Emily Dickinson (1830–1886), Hope

Täglich säen wir Samen aus
Für Bäume des Himmels
Darin unsere Träume nisten
Die Vögel fliegen auf
Aus ihren Zweigen
Sieh doch, die Luft trägt!
Täglich säen wir neue Samen
Für einen ganzen Wald Hoffnung
Weil das Paradies in uns wurzelt.

Hilde Domin (1909–2006)

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Zu guter Letzt gibt es noch ein Gewinnspiel – das Frühlingsrätsel:
Welches Gedicht endet mit der Zeile »Der Regenblues wird abgestellt« und wer hat es geschrieben?
Die Antwort bitte per Mail an mg@textbeet.de
Einsendeschluss ist der 20.6.2018, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Verlosung findet unter Aufsicht statt und zu gewinnen gibt es ein Exemplar von Gedichte, die glücklich machen.